Diese Simulation modelliert die Ausbreitung von COVID-19 an einer Schule mit 4 Zügen (32 Klassen, ~800 Schüler) über einen Zeitraum von ca. 2 Schuljahren. Jeder Simulationsschritt entspricht einem 1,5-stündigen Schulblock. Pro Tag werden 4 Blöcke simuliert. Die Stadtinzidenz in Erfurt wird als realer historischer Verlauf eingebunden und bestimmt, wie viele Schüler sich außerhalb der Schule infizieren.
Infektionen entstehen auf zwei Wegen: durch Kontakte außerhalb der Schule (abhängig von der Stadtinzidenz) und durch Aerosolübertragung im Klassenraum. Die Aerosolmenge hängt von der Anzahl infizierter Schüler, dem Atemvolumen pro Block und dem verfügbaren Luftraum ab. Aus der Virusdichte wird eine Infektionswahrscheinlichkeit per Binomialverteilung berechnet.
Die Simulation läuft parallel in zwei Varianten: einmal mit aktiven Maßnahmen (Masken, Tests, Distanzunterricht) und einmal ohne. Beide Varianten starten mit identisch initialisierten Schülern, um Zufallseffekte zu minimieren. Der Unterschied zeigt die tatsächliche Wirkung der Maßnahmen.
Ab Inzidenz 10. Infektionswahrscheinlichkeit sinkt auf 10%. Positive Schüler werden mit 73% Wahrscheinlichkeit erkannt und heimgeschickt.
Ab Inzidenz 500. Reduktion auf 0,1% bei korrektem Tragen. 1 von 50 Schülern trägt die Maske falsch (4% Reduktion).
Ab Inzidenz 1000. Keine schulinternen Infektionen mehr möglich. Außerschulische Infektionen laufen weiter.
Unter Inzidenz 10. Freie Ausbreitung im Klassenraum ohne Schutzmaßnahmen.